News

Ulm
, Mai 2022
Air Mobility Initiative schafft Grundlagen für elektrischen Luftverkehr der Zukunft

Um die Entwicklung des elektrischen Luftverkehrs voranzubringen, schließen sich führende Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Kommunen und Organisationen zu der Air Mobility Initiative (AMI) zusammen. Zu den Mitgliedern der Air Mobility Initiative gehören unter anderem f.u.n.k.e. AVIONICS, Airbus, Deutsche Bahn, Deutsche Flugsicherung, Diehl Aerospace, Droniq, Flughafen München, Stadt Ingolstadt und die Telekom. Die vom Freistaat Bayern und der Bundesrepublik geförderte Initiative wird eine Reihe von Forschungsprojekten aufsetzen. Diese gemeinsamen Projekte gruppieren sich um die Bereiche „elektrisches Luftfahrzeug“, „Luftverkehrsmanagement“ und “Vertiport”, bei dem es um die Infrastruktur am Boden geht.

“Die rasanten Fortschritte im Bereich der Urban Air Mobility und die Identifikation von immer mehr Einsatzmöglichkeiten erhöhen die Anforderungen an eine verlässliche Vernetzung von Drohnen und Flugtaxis zum U-space, zur Flugsicherung sowie zum umgebenden Luftverkehr. Hier möchten wir neue Wege beschreiten und einen wesentlichen Beitrag mit neuen Kommunikationsprodukten leisten, um eine sichere Integration der neuartigen Luftfahrzeuge in das erweiterte Luftverkehrssystem zu ermöglichen”, sagt Dr. Marc Gerlach, Projektleiter des AMIUS-Projektes bei f.u.n.k.e. AVIONICS.

Die Beiträge der f.u.n.k.e. AVIONICS im Rahmen des AMIUS-Projektes umfassen die Entwicklung eines Basisgeräts mit den Komponenten 5G-Modem, GNSS, ADS-B In/Out, Radar-Transponder, Router- und Rechnereinheit. Damit werden U-space-Dienste und Flugsicherungsfunktionen realisiert und es werden darüber hinaus Kommunikations-Möglichkeiten für die Übertragung von Payload-Daten angeboten.

Buchloe
, März 2022
f.u.n.k.e. AVIONICS startet Markteinführung des Traffic Monitors TM350

f.u.n.k.e. AVIONICS präsentiert auf der AERO 2022 wie immer in Halle B1 / Stand 102 ihr Produktportfolio in den Bereichen Flug- und Bodenfunk sowie Mode S Transponder.

Zur AERO startet die Markteinführung des TM350, ein völlig neu entwickeltes kompaktes Avionikmodul zur Luftraumüberwachung und Annäherungswarnung mit dem Ziel der Erhöhung der situativen Aufmerksamkeit.

Der TM350 kann als Black-Box leicht im Flugzeug verbaut werden. Für diesen Zweck wurde der TM350 nach RTCA DO-160 für Umweltbedingungen qualifiziert und erfüllt alle aktuell anwendbaren CE-Normen.

Das System dekodiert alle derzeit auswertbaren Aussendungen anderer Flugzeuge (Mode A/C, Mode S, ADS-B und FLARM®), um daraus dem Piloten ein möglichst vollständiges Luftlagebild anzuzeigen. Die Auswertung der Verkehrsinformationen wird über serielle Schnittstellen sowie zwei parallele WiFi®-Verbindungen externen Displays (z.B. FLARM® V3, LX TX) sowie gängigen Navigations-APPs (z.B. SkyDemon, ForeFlight, VFRnav) zur Verfügung gestellt.

In Verbindung mit einen geeigneten Mode S Transponder bildet der TM350 ein vollwertiges ADS-B IN/OUT System, welches die eigene Position abstrahlt und die Position anderer Flugzeuge empfängt. Die Kombination mit dem f.u.n.k.e. AVIONICS Mode S Transponder TRT800H/A ist dabei für eine besonders einfache Integration optimiert.

Die Besonderheit des TM350 liegt darin, dass in der kostengünstigeren Standardversion bereits ein FLARM®-Beacon enthalten ist und somit in jedem Fall eine Aussendung von FLARM®-Signalen erfolgt. In dieser Version wertet der TM350 im Empfang nur die Signalstärke von empfangenen FLARM®–Signalen aus und gibt eine Annäherung allgemein ohne Positionsinformation aus. Bei Bedarf kann der TM350 jederzeit zu einem vollständigen FLARM®-System erweitert werden. In diesem Fall wird dann auch die genaue Positionsinformation ausgewertet.

Als führender Hersteller von Flugfunkgeräten und Mode S Transpondern bietet f.u.n.k.e AVIONICS mit dem TM350 nun seinen Kunden einen weiteren Baustein für ein integriertes Avioniksystem. Weitere Informationen sind www.funkeavionics.de/tm350 zu entnehmen.

Ulm
, September 2021
f.u.n.k.e. AVIONICS erhält Auftrag für die Entwicklung eines Missionsrechners für ein Forschungslabor für Missionstechnologien

f.u.n.k.e. AVIONICS hat einen Auftrag von der Universität der Bundeswehr München zur Spezifikation, Entwicklung und Qualifizierung eines Missionsrechners erhalten.

Die Universität beabsichtigt mit dem Projekt “Forschungslabor für Missionstechnologien (MissionLab”) eine Experimentalumgebung aufzubauen, mit der Missionstechnologien untersucht werden sollen, deren Einsatz die Leistungsfähigkeit militärischer Luftfahrzeuge in Zukunft in erheblichem Maße bestimmen wird. Mit dem Projekt soll die nationale Analyse-, Beurteilungs- Entscheidungs- und Forderungsfähigkeit der Bundeswehr gestärkt werden. Im Rahmen des Vorhabens soll ein Missionsrechner entwickelt werden, der als Plattform für die durch die Universität beigestellten experimentellen Softwarefunktionen dient, Schnittstellen für verschiedene Subsysteme des Luftfahrzeugs aufweist und kompatibel ist mit entsprechenden Einbau- und Betriebsanforderungen.

Die aktuelle Beauftragung umfasst die Spezfikation des Missionsrechners. Entwicklung und Integration in eine unbemannte fliegende Plattform sollen in den nächsten 2-3 Jahren folgen. In der Forschungskooperation mit der Universität soll dabei besonders die Frage geklärt werden, wie künftige intelligente Missionsfunktionen auf entsprechende Hardware abgebildet werden können und welche Forderungen daraus resultieren.

f.u.n.k.e. AVIONICS setzt damit die erfolgreiche Entwicklung derartiger Missionsysteme fort, deren bekanntester Einsatzbereich derzeit als Mission Computer Subsystem in den militärischen Tankflugzeugen vom Typ A310MRTT der deutschen und kanadischen Luftwaffe zu finden ist.

Buchloe
, April 2021
Neues im April

April ist AERO-Monat! Leider gilt diese seit Jahrzehnten etablierte Regel auch in diesem Jahr nicht. Die nächste AERO wird hoffentlich Ende April 2022 stattfinden, wir alle warten sehnsüchtig auf ein Wiedersehen mit vielen unserer Kunden und Geschäftspartnern.

Neu und ab sofort bestellbar ist eine neue Variante unserer bewährten Flugfunkbaureihe ATR833-II.  Das ATR833-II-Box ist ein Grundgerät ohne integrierte Bedieneinheit und daher für Einbauten in Flugzeugen mit sehr beschränktem Platz hinter dem Panel gedacht. Bis zu zwei abgesetzte Bedieneinheiten vom Typ ATR833RT (wahlweise mit LCD- oder OLED-Display) können angeschlossen werden.

Um unseren Kunden auch ohne eine Beratung auf der Messe den Einkauf zu erleichtern, haben wir unseren Onlineshop völlig neu gestaltet. In übersichtlicher Form finden Sie hier alle Geräte sowie das umfangreiche Zubehör, natürlich gibt es auch aktuelle Sonderangebote. Stöbern Sie einfach einmal im Shop!

Buchloe/Ulm
, September 2020
Transponder-BNK-System für Windenergieanlagen besteht Baumusterprüfung

Der Einsatz von bedarfsgesteuerter Nachtkennzeichung – kurz BNK – ist für viele Betreiber von Windenergieanlagen (WEA) ab dem 01.07.2021 verplichtend. Dies kann durch eine Einrichtung zur Nutzung von Transponder-Signalen von Flugzeugen erfolgen.

Die Deutsche Windtechnik hat zu diesem Zweck in Kooperation mit f.u.n.k.e. AVIONICS ein ganzheitliches und unabhängiges BNK-System entwickelt.

Das von f.u.n.k.e. AVIONICS entwickelte Transponderempfangsgerät  x-BNK stellt die zentrale Komponente des Gesamtsystems dar. Das Gerät erfasst Signale von sich annähernden Luftverkehrsteilnehmern, verifiziert diese mittels robuster Algorithmen und aktiviert automatisch die Gefahrenfeuer.

Nach einer mehrere Monate andauernden intensiven Baumusterprüfung, die auch eine Drohnen-Befliegung an einer Windenergieanlage umfasste, wurde nun am 17. September 2020 das Baumuster durch die Firma airsight GmbH zertifiziert, welche vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur als erste Stelle zur Prüfung derartiger Systeme benannt wurde.

Diese Zulassung stellt einmal mehr die langjährige Expertise von f.u.n.k.e. AVIONICS im Bereich der Mode S Transpondertechnik unter Beweis. Das System geht nun in die Produktion und wird an vielen tausend Windenergieanlagen in den nächsten Jahren verbaut werden. Der Vertrieb dieses Systems erfolgt ausschließlich durch unseren Partner Deutsche Windtechnik (www.deutsche-windtechnik.com/bedarfsgesteuerte-nachtkennzeichnung-bnk).

Buchloe/Ulm
, Juni 2020
f.u.n.k.e. AVIONICS liefert Subsysteme an Thales Alenia Space France für die "Uplink Station" des "Augmentation Satellite System" in Südkorea

Anfang des Jahres 2018 unterzeichnete f.u.n.k.e. AVIONICS GmbH einen Vertrag mit Thales Alenia Space France zur Entwicklung und Lieferung von Subsystemen für die sogenannte “Uplink Station (KUS)” im Rahmen des derzeit durch Thales Alenia Space realisierten “Augmentation Satellite System (KASS)” für Südkorea.

Die Entwicklung der Subsysteme wurde nun erfolgreich beendet und die bestellten Systeme wurden zeitgerecht an Thales Alenia Space ausgeliefert.

Die “KUS SGS Integrity Box (IB)” ist ein Subsystem der “KASS Uplink Station”. Die Aufgabe der IB ist es sicherzustellen, dass keine irreführenden SBAS-Daten vom geostationären Satelliten bereitgestellt werden. Die IB vergleicht daher die Formate der vom Zentralrechner der Bodenstation an den Satelliten geschickten Meldungen mit den Formaten der zurück erhaltenen Meldungen.

Entwickelt unter der Designverantwortung von TAS-F, welche auch die Rechte hält, ist der “KUS SGS Signal Generator (SG)” ein weiteres Subsystem der “KASS Uplink Station”. Die Aufgabe des “SG” ist es, L1- und L5-HF-Signale zu erzeugen, welche verwendet werden, um SBAS-Korrekturdaten an den geostationären Satelliten zu übertragen. Die Kodierung und die Trägerphasen dieser Signale müssen für die Zeitsynchronisation und die Kompensation von Signalausbreitungseffekten gesteuert werden.

Das Projekt umfasste die Entwicklung der kompletten Hardware beider Subsysteme. Die Datenverarbeitung wurde in VHDL realisiert. Spezifkation, Entwicklung und Verifikation wurden nach Entwicklungsstandard DAL-B durchgeführt. Detaillierte qualitative und quantitative Analysen für Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Wartbarkeit und Sicherheit wurden vorgenommen. Dies umfasste Fehlermode- und Kritikalitätsanalysen (FMECA), Fehlerbaumanalysen (FTA) sowie Berechnungen von mittleren Ausfallzeiten.

Mit diesem Projekt hat f.u.n.k.e. AVIONICS fundiertes Wissen und Erfahrungen bei der Entwicklung von herausfordernden technischen Subsystemen nach Kundenspezifikationen bewiesen. Besonders der resultierende Signal Generator stellt in der Tat den ersten europäischen Signalgenerator dar, der nun für den Anwendungsbereich der Satellitennavigation verfügbar ist.

Es ist zu erwarten, dass die realisierten technischen Lösungen nun auch in der Zukunft als Grundlage für die Realisierung ähnlicher Projekte weltweit verwendet werden können.